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Intendant des Salzburger Landestheaters
Carl Philip von Maldeghem wurde im Mai 1969 geboren. An das Studium der Rechtswissenschaft und Philosophie und an die Promotion in Rechtsphilosophie schloss sich ein Schauspiel- und Regiestudium am Lee Strasberg Theatre Institute in New York an.
Nach seinen Studien arbeitete er für das American Repertory Theatre in Cambridge, Centre for Advanced Theatre Studies at Harvard University und eine Musicalproduktion Off-Broadway als Regieassistent.
In Europa arbeitete er für drei Jahre bei den Salzburger Festspielen als Pressesprecher und persönlicher Referent des Intendanten Gerard Mortier.
Seit 1997 hat er regelmäßig mit Peter Stein als Co-Regisseur, Produktionsleiter und Regieassistent bei den Osterfestspielen in Salzburg, dem Maggio Musicale in Florenz und an der Wiener Staatsoper zusammengearbeitet.
Ab 1998 war er am Badischen Staatstheater in Karlsruhe als Hausregisseur und persönlicher Referent des Intendanten Pavel Fieber tätig und inszenierte sowohl im Schauspiel als auch im Musical und der Oper. Eine Auswahl seiner Inszenierungen: "Meisterklasse" von Terrence McNally, Ken Ludwigs "Otello darf nicht platzen, "Trainspotting" von Irvine Welsh, "Orests Heimkehr" von Aischylos/Stein, Paul Bartels Musical "Eating Raoul", "L'inganno felice" von Gioacchino Rossini. Seit 1995 hat er auch diverse Lehraufträge für Schauspiel an der Universität Konstanz sowie in Belgien und Griechenland wahrgenommen.
Im Jahr 2001 hatte er die Gelegenheit, "Simone Boccanegra" unter der musikalischen Leitung von Claudio Abbado in Ferrara zu inszenieren. Die Produktion wurde in Italien ausgezeichnet und beim Verdi Festival in Parma sowie in Bozen gezeigt. Eine Neuaufnahme erfolgte 2003 am Teatro San Carlo in Neapel. Die Zusammenarbeit mit Claudio Abbado setzte sich 2006 mit einer Produktion von Schumanns "Manfred" mit Bruno Ganz und den Berliner Philharmonikern fort.
Im Herbst 2002 übernahm Carl Philip von Maldeghem die Intendanz des Alten Schauspielhauses und der Komödie im Marquardt als damals jüngster Intendant eines großen Sprechtheaters im deutschsprachigen Raum. Die neue Saison erfuhr mit "Comedian Harmonists" und der eigenen Inszenierung von Shakespeares "Romeo und Julia" ihren Auftakt; seitdem wurden über 70 Neuinszenierungen unter seiner künstlerischen Leitung produziert.
Weitere Inszenierungen folgten mit "Geliebte Aphrodite" von Woody Allen, Shakespeares "Sommernachtstraum", Paul Pörtners "Scherenschnitt" sowie zwei Comedy Shows (mit Julia Mayr). Im Jahr 2004 entwarf und inszenierte er eine Fassung von Homers Epos "Die Odyssee" für die Bühne. Aktuelle Arbeiten waren "Geschlossene Gesellschaft" von Jean-Paul Sartre, "Iranische Nächte" (gemeinsam mit Anja Junski) von Tariq Ali und Howard Brenton, "Hamlet" von William Shakespeare und "Die Verschwörung des Fiesco zu Genua" von Friedrich Schiller.
Seit August 2009 ist Carl Phillip von Maldeghem Intendant des Salzburger Landestheaters. Er eröffnete die Saison mit Faust, den er selbst inszenierte.
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