Regisseurin
Aufder Schauspielbühne gilt Beverly Blankenships bevorzugtes Interesse den Werkenheutiger Autoren. Für ihre Umsetzung von Howard Barkers Stück Anna Galactica wurde ihr der Skraup-Preis desVolkstheaters Wien für die beste Inszenierung der Saison zuerkannt. Ebenfallsvon Howard Barkerstammen Hang of the Goal, das sie in Sydney auf die Bühne brachte, und 7 x Lear, das für das Wiener Theater inder Drachengasse erarbeitet wurde. Am Wiener Theater in der Josefstadtentstanden Alan Ayckbourns Halbe Wahrheiten und Tom Stoppards Das einzig Wahre. Die Drachengassen-Produktion vonJohn Godbers Bouncerswurde nach Moskaueingeladen. In einer ihrer beiden Inszenierungen von Macia Darainis Maria Stuarda stand sie selbst auf der Bühne.Mit Tankred Dorstsund Ursula EhlersMerlin oder Daswüste Land setztesie sich zweimal intensiv und erfolgreich auseinander: am StaatstheaterSaarbrücken und am Salzburger Landestheater. Sie arbeitet gerade an einerUmsetzung des wissenschaftlichen Werkes von Sarah Hrdy MUTTER NATUR mit den Mitteln des Theaters. mRahmen ihres Engagements für zeitgenössisches Theater war Beverly Blankenshipauch als Dramaturgin (»Playworks«, Sydney) und Script Editor (»Australian FilmCouncil«) tätig. Im Beirat des »Australia Council of the Arts« war sie auch fürdie Förderung von neuen Stücken und Autoren mitverantwortlich. Mit dem Ziel,neue österreichische Dramatiker zu produzieren, die sich der Narrativeverschrieben haben, gründete sie im Jahr 2000 die Theatertruppe »DramaticServices«, deren erste Produktion im Januar 2001 am Schauspielhaus WienPremiere feierte: Vivace war ein mit fünf Autoren, sechs Schauspielern und sechs Komponistengemeinsam entwickeltes Musiktheaterstück. Im Januar 2011 hat einMusiktheaterstück von Dorst, Komposition Pierre Oser, in Hanoi Premiere. Mit JessicaGerger und fünfAutoren entwickelte und schrieb sie MY YEAR WITHOUT SEX, eine Komödie die in der Drachengasseihre Uraufführung erlebte, nach Australien zum Adelaide Festival und demMelbourne Comedy Festival reiste. Im Februar 2011 soll die Produktion ansWestend in London gehen. Dieso genannten »Klassiker« kommen trotzdem nicht zu kurz. Inszeniert BeverlyBlankenship ein Stück mehrfach an verschiedenen Orten, entwickelt sie dafürjedes Mal ein neues Konzept in einem neuen Raum. Immer wieder trifft sie dabeiauf William Shakespeare: Hamletin Sydney, Wie es euch gefällt am Staatstheater Saarbrücken und am SalzburgerLandestheater, Maß für Maß sowie Viel Lärm um Nichts am Wiener Volkstheater. Dortinszenierte sie auch Racines Phädra. In Saarbrücken entstand zudem Schillers Jungfrau von Orleans. Bei den Festspielen in Reichenauwidmete sie sich mehrfach dem Werk Arthur Schnitzlers: Das weite Land, Zwischenspiel, Der einsame Weg, Professor Bernhardi. Im November 2005 hatte sie mit Lessings Minna von Barnhelm am Theater St. Gallen Premiere,im Juli 2006 mit der Dramatisierung von Stefan Zweigs Rausch der Verwandlung bei den Festspielen Reichenau,sowie im Juli 2007 für die Festspiele Reichenau: Vor Sonnenuntergang von Gerhard Hauptmann. Im Februar 2009 hatte Schillers Dom Karlos Premiere am SüdthüringischenStaatstheater in Meiningen. Im Juli 2009 hatte Gorkis Kinder der Sonne in Reichenau Premiere. Im Januar2010 stand Nestroys Lumpazivagabundus auf dem Programm des Salzburger Landestheaters. |